Westdeutsche Prosa
1945
Die deutsche Kultur hatte es nicht leicht. Trotzdem bekam 1946 ein Deutscher (Hermann Hesse) den Nobelpreis. Deutschland fand internationale Anerkennung, sie bezog sich auf die literarische Tradition von 1933. Bis in die 50-er Jahre hatten es die jungen Autoren schwer, v. a. heimkehrende Autoren. Werke der Exilliteratur (Emigranten) blieben Maßstab der Literatur. Man hat die Werke in Deutschland nicht gekannt. Die große Möglichkeit bot den jungen Autoren erst die Gruppe 47 an. Hier konnten sie ihre Individualität entfalten ohne politisches Programm. Jeder konnte mitmachen. 1947 - erste Tagung der Gruppe 47 (Wolfdietrich Schnurre (1920 - 1989) las seine Kurzgeschichten) Das Begräbnis - hier sieht man, wonach die Autoren bestrebt haben: Sprachverknappung, die Sprache sollte unverbraucht sein, frei vom nationalsozialistischen Vokabular und auch thematisch ist es wichtig - man sollte nur eigene persönliche Kriegs- und Nachkriegserlebnisse thematisieren. 1949 hat den Auszug aus dem Elfenbeinturm gefordert. Das einzige soll ausgedrückt werden - die Wahrheit. Das Begräbnis - das Thema „Gott ist tot“ ist für diese Nachkriegszeit symptomatisch. Die Sprache, die Form, das Genre sind wichtig. (Das Genre: storrys - auf Slowakisch keine Übersetzung; manchmal Kurzgeschichte genannt. Short Storry: amerikanische Erfindung - Edgar Elen Poe. Vorbild für die deutschen Autoren war Ernst Hemingway.) Viele Autoren (Böll, Borchert, Lenz, …) dieser Generation schrieben Kurzgeschichten (KG) - Warum?
- weil es viel los war und man musste schnell reagieren
- KG konnten in Zeitschriften veröffentlicht werden (Autoren haben so ihr Geld verdient). Themen: entweder
- Papiermangel
- waren zeitlich beschränkt