Schweizerische Literatur Mittelalter (1170 - 1500)
- Beginn: Hartmann von Aue - legendenhafte Erzählung „Der arme Heinrich“
- keine politische oder kulturelle Identität (Entwicklung im Deutschen Reich)
- Foxtheater - Fastnachtsspiele
- in Bern, Zürich, Basel, Luzern
- die schönste Periode in der schweizerischen Literatur (SL)
- Blute der Literatur und Geistes- und Naturwissenschaften (Sehnsucht nach Bildung)
- Rücksinnung auf nationale Mittelalter, Patriotismus, …
- Schriftsteller: Heinrich Pestalozzi, Johann Jakob Bodmer, Johann Jakob Breitinger
- meist Pädagogen, Kritiker, …
- 3 Dichter:
1.) Jeremias Gotthelf - Pfarrer, der mit knapp 40 Jahren zu dichten begann (1797 - 1854) - er schrieb für Bauern über die Bauern seines Heimatkantons Bern
- Erziehungsromane „Uli der Knecht“ und „Uli der Pächter“
- Novellensammlung „Sagen aus der Schweiz“: Novelle „Die schwarze Spinne“ (die bäuerliche
- Novellenzyklus „Die Leute von Seldwyla“: Novelle „Kleider machen Leute“
- Novellenzyklus „Züricher Novellen“: Novelle „Romeo und Julia auf dem Dorfe“ - Dorfgeschichte
- aber auch Lyrik: Sammlungen „20 Balladen von einem Schweizer“ und „Romanzen
- moderne Strömungen
- Kinderliteratur: J. Spyri, Nobelpreisträger (1901) Karl Spitteler - Hauptwerk „Olympischer Frühling“
- Beginn des 20. Jahrhunderts: R. Walser - „Geschwister Tana“
- in der Schweiz werden verbotene Autoren (deutsches Theater) wie Wedekind gespielt
- es werden klassische (Goethe, Lessing) aber auch zeitgenossische (Dürrenmatt, Frisch, Borchert) Werke gespielt
- Dürrenmatt und Frisch setzten sich mit der Theorie des epischen Theater von Brecht auseinander:
- sie übernahmen Parabel und Entfremdungseffekt, sie haben es aber zu eigenem Zweck benutzt
- bei Brecht kann die Welt verändert werden, bei D und F ist die Parabel durch die Resignation geprägt
- sie zeigen die defekte Gesellschaft, aber sie wollen die Zuschauer nicht erziehen
- Dürrenmatt - für ihn ist die Wirklichkeit kein Widerspruch
- er konzentriert sich auf Satire und Komödie
- er hat an Brechts Werke wie „Galileo Galilei“ oder „Dreigroschenoper“ reagiert
- Frisch - kannte Brecht persönlich
- einerseits wurde er von Brecht begeistert, andererseits versuchte er einen Abstand zu halten
- Werke: „Andorra. Ein Stück in 12 Bildern“ (1961)
- neue Generation der Autoren:
Peter Bichsel - „Eigentlich möchte Frau Blum den Milchmann kennenlernen“ 25
- Leute, die im Alltag erfolgreich sein wollen
- Sprache: knapp, deutlich, distanziert
- Leitmotiv: Flucht aus der Enge des Schweizer Provinzialismus
- Roman „Stolz“ (1975) - Selbstzerstörung, Sehnsucht nach der Anonymität
- bürgerliche Lebensform
- Roman „Albissers Grund“ (1974) - kriminalistische Suche nach Albissers Motiv für den
- Autor deckt die Problematik einer Gesellschaft auf, die
- feministische Literatur (FL):
Verena Stefan - 1968 nach Berlin übersiedelt
- politisch in mehreren feministischen Vereinen engagiert
- Roman „Häutungen“ (1975) - Kultbuch der FL, das den Prozess der weiblichen Selbstfindung
- ein Dokument der Suche nach einer neuen Sprache der
- Thema: Leid der Frauen, die bestimmten Verhaltungsmuster
- Ich-Erzählerin befindet sich in einer Strasse in Zürich
- Werke: „Falsche Mieten“, Übersetzung „Tekutý fetiš“ (nicht von ihr übersetzt)