"Die Schule ist der Grundstein des Lebens" oder "Nicht für die Schule sondern für das Leben lernen wir" Das sind nur zwei Aussagen die uns während des ganzen Studiums begleiten und die mehrmals von den Eltern, Verwandten und Lehrern ausgesprochen wurden. Die exakte Dauer des Studiums kann man aber nicht genau bestimmen, weil wir den ganzen Leben etwas lernen. Den ersten Kontakt mit der Gesellschaft, mit gesellschaftlichen Regeln und mit der Moral erwerben die Kinder schon wenn sie drei Jahre alt sind.
Das ist nämlich die Zeit , wann sie in den Kindergarten gehen. Sie sind, wie man sagt, im Vorschulalter. Für Mütter die schon nach kurzer Zeit nach dem Geburt des Kindes in die Arbeit gehen wollen besteht eine Möglichkeit und zwar sie können ihr Baby in der Kinderkrippe lassen.
Schulsystem in Deutschland Jedes der 16 Bundesländer Deutschlands macht seine eigene Schulpolitik. Deshalb ist das Schulsystem nicht einheitlich (z.B. vierjährige oder sechsjährige Grundschulzeit, unterschiedliche Stundenpläne und Fächerkombinationen) In der Regel besuchen die Kinder vier Jahre die Grundschule. Aufgrund ihrer Leistungen in den Klassen fünf und sechs (Orientierungsstufe = man kann die Schule verwechseln) werden die Schüler für einen der vier Schultypen vorgeschlagen. Die Entscheidung liegt dann bei den Eltern.
Mit dem Lehrbrief enden:
- 1. Die Hauptschule - umfasst in der Regel fünf Jahre (5. - 9. Klasse).
- 2. die Realschule - umfasst
Mit dem Abitur enden:
- 1. das Gymnasium - umfasst neun Jahre (5. - 13. Klasse).
Der Abschluss, das Abitur, berechtigt zum Besuch einer Fachhochschule oder Universität. In der reformierten Oberschule (Jahrgangsstufe 11 - 13) gibt es keine Klassen mehr sondern Kurse. Die Schüler können neben den Pflichtfächern Fächerwählen die sie besonders interessieren..
- 2. in der Gesamtschule sind die drei Schultypen zusammengefasst.
Eine besondere Form stellt die Waldorfschule dar, die seit 1919 funktioniert. Es handelt sich bei diesem Schultyp um eine private Schule, die teils durch den Staat, teils durch die Eltern finanziert wird. In einer Waldofschule erteilt ein Lehrer in den ersten acht Schuljahren den gesamten Unterricht seiner Klasse. Erst dann setzt die Arbeit der Fachlehrer ein. Im sogenannten Epochenunterricht erhalten die Schüler etwa vier Wochen nur Unterricht in einem Fach, in dem nächsten Monat ein anderes. Mutter-, Fremdsprachen-unterricht und Instrumentalunterricht erhalten die Kinder ab der 1. Klasse täglich.
Am Schuljahresende bekommt der Schüler anstelle der Zensuren eine schriftliche Einschätzung, ein Zeugnis mit Noten erhält er am Ende der Schulzeit. Als Ziel ist Einheit von psychischer und physischer Entwicklung des Schülers, Erziehung zu einer freien und selbständigen Persönlichkeit. In Deutschland gibt es ca. 120 Waldorf-schulen, in der ganzen Welt etwa 500 und ihre Zahl nimmt ständig zu.
Der Besuch aller öffentlichen Schulen ist kostenlos. Die stärkste Säule des deutschen Hochschulwesens sind die wissenschaftlichen Hochschule. Dazu gehören die Universitäten, die Technischen Universitäten, die Technischen Hochschulen und die Pädagogischen Hochschulen. Das Studium dauert vier bis fünf Jahre. Danach ist eine weitere Qualifizierung bis zur Doktorprüfung (Promotion) möglich. Für einige Fächer besteht ein Numerus Clausus. Nur Abiturienten mit einem sehr hohen Notendurchschnitt erhalten Zugang zu Numerus-Clausus-Fächer.
Die Fachhochschulen vermitteln eine verstärkt praxisbezogene Ausbildung, vor allem in Ingenieurwissenschaften, Betriebswirtschaft und Sozialarbeit. Das Studium dauert 3 Jahre und schliesst mit einer Diplomprüfung ab.
Schulsystem in der Slowakei Nach Eintragung in die Grundschule beginnen die sechsjährigen Kinder mit dem obligatorischen Schulbesuch. Sie lernen schrittweise lesen, schreiben, rechnen, später machen sie sich mit den Grundlagen der Geschichte, der Geographie, der Naturwissenschaften und der bildenden Kunst bekannt. Am Ende jedes vergangenen Jares erhalten sie ein Zeugnis, in denen ihr Fortgang in den einzelnen Fächern festgehalten wird.
In der Slowakei dauert die Grundschule 9 Jahre und teilt sich in 2 Stufe:
- 1. - 4. Klasse = die Mehrheit der Fächer unterrichtet nur ein Lehrer
- 5. - 9. Klasse = es verwechseln sich mehrere Lehrer, die auf bestimmte Fächer spezialisiert sind
Aber es existieren auch andere Arten von Schulen:
- 1. spezielle Schulen - für Schüler, die körperlich oder geistig behindert sind
2. Schulen für Kinder mit höherem IQ
Im letzten Jahrgang der Grundschule müssen sie sich entscheiden was sie weiter studieren wollen. Die Wahl hängt aber nicht nur von Interessen ab, sondern auch von den bisherigen Leistungen und Erfolgen in der Schule.
Es gibt drei Schultypen:
- 1. Gymnasium - 4-jähriges Studium - das Studium ist allgemein orientiert.
2. Fachmittelschule - endet mit dem Abitur
- 3. Fachschulen - 3-jähriges Studium - endet mit dem Lehrbrief
Die Gegenwart bietet uns auch Privatschulen, die meist von Eltern finanziert sind und dann kirchliche Schulen an.
Das Studium an der Mittelschule endet oftmals mit der Abiturprüfung. In der Mehrheit hat sie einen mündlichen un einen schriftlichen Teil. Obligatorisch ist eine Prüfung aus slowakischer Sprache und einer Fremdsprache, die anderen Fächer legt entweder die Schule fest oder der Student wählt sie sich selbst.
Die weitere, höchste Stufe des Studiums stellen die Universitäten dar. Einige bevorzugen bei der Aufnahme die Studenten mit gutem Notendurchschnitt bzw. Abiturzeugnis. Für einige ist die Eintrittskarte ins Hochschulstudium das erfolgreiche Ablegen der Aufnahmeprüfungen. Die niedrigste Universitätsstufe, die in der Mehrheit drei Jahre dauert, ist die Stufe des Bakkalaureats. Nach erfolgreicher Absolvierung erwerben wir den Titel eines Bakkalaureaten. Nächste zwei Jahre kann man aber weiterstudieren. Das pädagogische und ökonomische Studium enden dann mit dem Titel eines Magisters, technische Hochschule mit dem Titel eines Diplom-Ingenieurs. Das Studium wird feierlich durch die Promotion beendet, bei der uns das Diplom als Dokument über unsere erfolgreiche Absolvierung übergeben wir.
Bewertung der Leistungen Das deutsche Benotungssystem umfassst die Noten 1-6 : 1 - sehr gut, 2- gut, 3 - befriedigend, 4 - ausreichend, 5 - mangelhaft, 6 - ungenügend. In der Oberstufe des Gymnasium tritt an die Stelle des traditionellen Notensystem ein Punktsystem (1-15), bei dem 1 Punkt die schlechteste und 15 Punkte die beste Bewertung ist.
Das slowakische Benotungsystem umfasst die Noten 1 - 5: 1 - ausgezeichnet, 2 - sehr gut, 3 - gut, 4 - genügend, 5 - ungenügend. Schüler, deren Leistungen den Anforderungen einer Klasse nicht genügen, werden nicht versetzt, das heisst, die müssen die entsprechende Klasse wiederholen.
Organisation des Schuljahres Die Organisation des Schuljahres ist teilweise im Gesetz gegeben. Das Schuljahr beginnt am 2. September und endet am 30. Juni. Sehr beliebt von Schülern sind aber bestimmt Ferien. Wir haben Herbst-, Weihnachts-, Frühlings-, Osten- nd Sommerferien. Im Vergleich zur Slowakei dauern die Sommerferien in Deutschland um 3 Wochen kürzer also anstatt 2 Monate nur 6 Wochen. Und man muss noch verschiedene Feiertage im Laufe des Jahres erwähnen, in denen die Schüler Ruhe vom Lernen haben.
Weiteres Unterschied liegt auch in der Organisation der Mittagspausen. In Deutschland ist in der Schule keine Mensa. Die Schüler gehen deshalb zum Mittagsessen entweder nach Hause oder sie gehen etwas ins Geschäft oder Büffet kaufen. Und das ist der Grund warum diese Pause mindestens 1,5 Stunde dauert. In der Slowakei ist die Mittagspause meistens um eine Stunde kürzer, weil mehrere Schulen eigene Essräume haben.
Unterrichtsfächer Obwohl die Organisation des Schuljahres einheitlich ist, sind die Unterrichtsfächer unterschiedlich, weil jede Schule sich auf etwas anderes spezialisiert. Im Allgemein gibt es aber Kernfächer, die jeder Schüler in der Klasse besuchen muss. Bei den Wahlfächern existieren mehrere Möglichkeiten aus denen man oftmals 2 oder mehr Fächer auswählen muss. Aber das ist von der Schulleitung vorgeschrieben. Und dann gibt es noch Freifächer. Die Entscheidung hängt nur von persönlichen Preferänzen des Schülers ab. Man kann das Fach wählen, für den man interessiert oder man braucht ihn für zukunftigen Beruf wie z. B. die dritte Sprache, Bankwesen, Sozialarbeit....
Lernwege und Lernstrategien Hier lassen sich die vier Bereiche "Organisieren", "Lernen", "Prüfen" und"Einprägen durch Wiederholen" unterscheiden.Der Bereich der Strategien, beinhaltet aber vor allem Maßnahmen, die sich auf die eigene Anstrengung, Aufmerksamkeit und investierte Zeit sowie auf die Gestaltung des Arbeitsplatzes, die Nutzung von Informationsmaterialien beziehen.
Sehr wichtig ist es eine Zeitplanung durchzuführen. Und eine grosse Rolle spielt auch die Motivation.
Aus einem zu lernenden Stoffgebiet müssen wir zunächst die "Kerninformationen" heraussuchen, die wir uns einprägen wollen. Man kann aber nicht vergessen, dass nur was wir verstanden haben, kann dauerhaft eingeprägt werden.
Die eigentliche Lernphase verlegen wir auf einen geeigneten Zeitpunkt (nicht unmittelbar nach einer üppigen Mahlzeit, nach körperlicher Anstrengung oder einer angenehmen oder unangenehmen Aufregung) und an einen geeigneten Arbeitsplatz (fix und zweckmäßig gestaltet, wenig Ablenkungen, gute Luft und ausreichende Beleuchtung).
Erst dann ist unser Gedächtnis bereit, sich mit voller Konzentration mit dem eigentlichen Lerninhalt auseinanderzusetzen.Eine andere Möglichkeit gute Note zu bekommen ist, unter Schüler sehr bekanntes Spicken. Wer wenig weiss, schreibt ab, und wer viel weiss, lässt von sich abschreiben. Wenn jemand dieses Spickgesetz brechen sollte, dann droht ihm die Verachtung von der Klassenkameraden.
Beziehungen Lehrer Schüler, Schüler Schüler Die Beziehungen unter Lehrern und Schülern haben sich in letzten Jahren verändert. In der Vergangenheit waren die Lehrer und Lehrerinnen eine sehr grosse Autorität und zusammen mit Richtern und Pfarer waren am meisten respektiert. Heute hat der Lehrer solche Prestige, wie er sich selbst baut. Es hängt von der Persönlichkeit und auch von der Einstellung zu den Schülern. In heutigen Zeiten ist aber nicht seltsam, dass die Lehrer verschiedene Probleme nicht nur mit den Schülern sondern auch mit deren Eltern haben, die oft nur mit Hilfe des Direktors gelöst werden können.
Es ist auch gewöhnlich wenn sich innerhalb der Klasse mehrere Freundschaften schliessen vor allem zwischen den Nachbarn in der Bank. Die Schüler verbringen nämlich viel Zeit zusammen in der Schule (fast ein Viertel des Jugendlebens) also sie kennen sich sehr gut. Auf der anderer Seite entsteht zwischen ihnen auch die Konkurenz und das ist manchmal der Grund warum sie sich streiten. Aber diese "Kriegszeit" dauert zum Glück oftmals nur kurz.
Erwachsene auf der Schulbank Das Lernen ist heute nicht mehr auf Schüler, Lehrlinge oder Studenten beschränkt. Zwar bilden Schule, Lehre und Studium die Grundlage für das Berufsleben, aber Wissenschaft und Technik verändern sich so schnell, dass sich die Anforderungen an den Menschen erhöhen. Begriffe, wie Umschulung, Qualifizierung, Spezialisierung und Weiterbildung gehören zum sprachlichen Alltag.
Es gibt zum Beispiel kaum noch ein Arbeitsplatz, an dem nicht Computer-Kenntnisse gefordert werden. Diese Kenntnisse und Fertigkeiten werden in Abendkursen oder Seminaren vermittelt, meist von privaten Bildungsstätten, aber auch staatliche Einrichtungen bieten Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Erwachsene an. In der Slowakei existiert auch die Universität des dritten Alters, die sogar Senioren besuchen.