Funktion der Substantive im Satz

1. Subst. im Nominativ – als Subjekts

  • als Prädikativ (Subjektsprädikativ) – Er ist Student.
  • Sie wird Schauspielerin.

  • 2. Subst. im Genitiv – wird am wenigsten verwendet, trotzdem ist von ihm eine ganze Reihe von Satzgliedern abhängig:
a) steht im Satz als Objekt (Er erinnert sich des Vorwalls.) b) steht im Satz als ein Teil des Prädikats (Er ist der Meinung/Der Vater ist guter Laune.) c) steht im Satz als ein Teil der Adverbialbestimmung (Er kam eines Tages.) d) steht im Satz als Attribut (Die Beurteilung des Schülers.)

  • 3. Subst. im Dativ – steht vor allem als Objekt (Ich helfe dem Freund.)
  • 4. Subst. im Akkusativ – steht am häufigsten als Objekt im Satz
  • kann im Satz als Adverbialbestimmung stehen (Er arbeitet jeden Tag.)
Wortartikel Artikel haben: romanische Sprachen, Deutsch, Englisch, Bulgarisch. Im Deutschen gibt es: bestimmter Artikel, unbestimmter Artikel und Null-Artikel. Welchen Artikel wählen wir, hängt vom Text ab. Der Artikel ist der Form nach veränderlich – er wird dekliniert. Seine Form hängt vom Subst., bei dem er steht, ab und zwar vom:

  • Genus des Subst.: der Tisch, die Mütze, das Bett
  • Numerus: der Tisch – die Tische
  • Kasus: der Tisch – auf dem Tisch
Durch den Artikel wird Genus, Kasus, Numerus des Subst. ausgedrückt.

Funktionen des bestimmten Artikels:

  • 1. bezeichnet ein Individuum oder eine Gesamtheit
  • 2. dient der Wiederaufnahme von etwas schon Gesagtem, weist auf die Vorinformation zurück (dieser, jener, mein)
  • 3. bei den unbekannten Sachen, bei den Textanfängen – um Neugier zu wecken (Der Mann tritt die Treppe)
  • 4. hat eine generalisierende Funktion
  • 5. dient der Kasusverdeutlichung

Funktionen des unbestimmten Artikels:

  • 1. die Neueinführung von Subst. – zum ersten Mal erwähnen
  • 2. weckt Aufmerksamkeit darauf, was kommt
  • 3. generalisierende Funktion – selten (Das weiß ja ein Kind.)
  • 4. bezeichnet ein beliebiges Objekt der Klasse
  • 5. im Plural existiert er nicht
Null-Artikel

  • Eigennamen
  • viele Abstrakta – sie müssen allgemeine Eigenschaft bezeichnen (Schönheit vergeht. Sie hat Geduld.)
  • Stoffbezeichnungen – die, die ganze Klasse bezeichnen (Sie aßen nur Reis und Gemüse.)
  • feste Wendungen (Mit Mann und Maus untergehen. Die Turnerin ist Klasse.)