Einzelne Satzglieder: Subjekt, Prädikat, Objekt, Adverbialbestimmung, Attribut = Satzgliedteil
Aus dem Strukturalismus hat sich entwickelt:
1. Konstituentengrammatik (Blumfield)
2. Generative Transformationsgrammatik (Chomsky)
- 3. Dependenzgrammatik (Abhängigkeitsgrammatik) / ( Valenzgrammatik)
Konstituentengrammatik bildet den Übergang zw. der Traditionellen - und Dependenzgrammatik.
Die Struktur des Satzes kann mit Hilfe von zwei Verfahren beschrieben werden.
- 1. Die Konstituentengrammatik gliedert den Satz stufenweise in seine unmittelbaren
des Erfahrungsaustausches" kann aufgegliedert werden:
S Subj.-Gruppe Präd.-Gruppe die Arbeiter kennen die Vorteile des Erfahrungsaustausches
Prädikat Objekt kennen die Vorteile des Erfahrungsaustausches
Kern Attribut die Vorteile des Erfahrungsaustausches
Strukturelle Grammatik - Konstituentengrammatik Satz VP (Verbalphrase)
NP1 (Nominalphrase) NP2 (Nominalphrase) Verb Determinant Nomen ADJ Nomen in Pl. Der Linguist mag einfache Sätze
Generative Transformationsgrammatik - basiert auf Ersetzungsregel Satz - NP1 + VP NP1 - Determinant - Nomen 1 VP - Verb + NP2 NP2 - Adj + Nomen 2
Die Dependenzgrammatik - einzige, was zählt, ist Prädikat des Satzes, deshalb heißt sie auch Abhängigkeitsgrammatik. Vom Verb hängt zunächst ab, wie viele Stellen im Satz noch besetzt sein müssen.
- 2. Die Abhängigkeitsgrammatik geht davon aus, dass jeweils ein Glied des Satzes
kennen die Arbeiter die Vorteile des Erfahrungsaustausches
In der Dependenz- bzw. Valenzgrammatik von Tesniére ist allein das Verb zentral für den Satzbauplan, alle anderen Satzglieder hängen von ihm ab.
- 1. zuhören 1+(1)=2 - zweiwertiges Verb
2. Sn, (Sd) - Subs. im Nominativ, S. im D.
3. Sn - Hum (Lebewesen) (Die Kinder hören zu.)
Sd - 1. Hum (Sie hören den Eltern zu.)
2. Act (Action) (Sie hören dem Singen zu.)
Dependenzgrammatik beschreibt die Beziehung zw. den Elementen der Sätze einer Sprache als Abhängigkeiten (Dependenz). Kernstück der Dependenzgrammatik bildet die sog. Valenztheorie. Sie beschreibt den Grad der Abhängigkeit (Valenz).
Das Model nach Tesniére:
Ein einzelnes Element des Satzes, das durch eine Abhängigkeitsbeziehung mit einem anderen verbunden ist, nennt Tesniére Nucleus oder Kern; die Verbindung zw. zwei Nuclei heißt Konnexion. Die Konnexion ist kein äußerlich sichtbarer Bestandteil des Satzes, sondern eine innere Beziehung: erst durch die Konnexion werden die einzelnen Teile zu einem gemeinsamen Ganzen, dem Satz. Deshalb besteht für die Dependenzgrammatik ein Satz wie Werner schwieg nicht nur aus zwei elementen *in der traditionellen Syntax: Subj. u Präd., sondern aus drei: Werner, schwieg und der Konnexion, also der strukturellen Beziehung zw. den beiden Elementen.
- 1. schwieg