Deklination der Eigennamen und Fremdwörter Deklination der Eigennamen - Personennamen

1. Subst. im Genitiv

  • wenn beim Subst. ein Attribut steht, bekommt der Eigenname keine Endung (des jungen Werther0)

2. Subst. + von (D)

  • nur von Werther (ohne nähere Bestimmung)

3. Nachstellung/Vorstellung des Subst. + Endung –es

  • G. Büchners dramatisches Werk/Werk Büchners
Personennamen mit Titel, Funktion, usw.

  • im Genitiv kann nur eine Deklination (Endung –s) sein
  • 4 Möglichkeiten: 1. des Bürgermeisters Bär Festansprache
  • 2. e Festansprache von Bürgermeister Bär

3. Bürgermeister Bärs Festansprache (ohne Artikel)

  • 4. e Festansprache Bürgermeister Bärs (ohne Artikel)
Deklination der geographischen Namen

  • deutsche und bekannte geogr. Namen stehen immer mit Genitivendung –(e)s
  • bei fremden, unbekannten geogr. Namen ist Genitivendung –s fakultativ
  • ohne Attribut = auch ohne Artikel – Museum des alten Griechenlands
  • Museum Griechenlands/ Griechenlands Museum
Deklination der Fremdwörter

  • bei Fremdwörtern aus –us (bzw. –ismus) und –os und zumeist auch bei Fremdwörtern, deren Auslaut dem Deutschen nicht angeglichen ist, fällt die Genitivendung –(e)s aus:
  • die Veröffentlichung des Romanzyklus, der Zusammenbruch des Feudalismus, die Eroberung des Kosmos
  • die Religion des Islam(s), die Epoche des Rokoko(s)
  • Fremdwörter auf –ant, -ent, -ist, -at, -nom, -et u. a. bekommen Endung -en (z. B.: Demonstrant, Elefant, Absolvent, Optimist, Demokrat, Ökonom, Athlet, Doktorand, Katholik)

Deklinationsparadigmen Maskulina und Neutra bekommen im Genitiv, Sg. die Endung -(e)s: des Vaters, des Kindes → sgn. starke Deklination. Außerdem gibt es im Deutschen sgn. schwache Deklination (n-Deklination) – hier steht in allen Kasus außer Nominativ, Sg. die Endung –(e)n: Singular N der Mensch Plural die Menschen G des Menschen der Menschen D dem Menschen den Menschen A den Menschen die Menschen Alle Substantive der n-Deklination sind maskulin (Ausnahme: s Herz – des Herzens, dem Herzen, das Herz; Pl. die Herzen):

  • alle maskulinen Substantive auf –e (z. B.: r Affe, r Bote, r Bube, r Hase, r Hirte, r Jude, r Junge, r Kunde, r Pate, r Sklave, r Zeuge, r Knabe)
  • alle maskulinen Substantive auf –and, -ant, -ent, -ist (z. B.: r Doktorand, r Elefant, r Lieferant, r Präsident, r Produzent, r Idealist, r Journalist, r Polizist, r Christ)
  • maskuline Substantive – meist Berufsbezeichnungen – aus dem Griechischen (z. B.: r Biologe, r Demokrat, r Diplomat, r Automat, r Satellit, r Fotograf, r Architekt, r Monarch, r Katholik, r Therapeut).
  • außerdem: der Bär – des Bären, der Nachbar – des Nachbarn, der Prinz – des Prinzen, der Herr – des Herren, der Bauer – des Bauern, . . .
  • Ausnahmen – einige Substantive bilden den Genitiv Sg. zusätzlich mit –s: der Buchstabe – des Buchstabens, der Gedanke – de Gedankens, der Name – des Namens.

Substantive aller Genus bekommen im Dativ Plural die Endung –n: die Bäume – auf den Bäumen, die Frauen – mit den Frauen. Ausnahme bilden Substantive, die auf –s enden: die Autos – in den Autos.