Frage Nr. 15. a, Der deutsche Wortschatz in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. b, Erklären Sie die Unterschiede zwischen Lehn- und Fremdwörtern, c, nennen sie Merkmale von Fachwörtern und Beispiele.
a, Schichtung des deutschen Wortschatzes Grundlage der Lexikologie wird der Kernbestand des deutschen Wortschatzes. Im Mittelpunkt steht der literatur-sprachliche Standart Bei dem deutschländischen Deutsch bilden Binnendeutsch oder Bundesdeutsch den Kernbereich. Sie werden als Abstraktion der tatsächlichen Existenzweisen oder Existenzformen betrachtet.
Das sind:
– Mundarten – Umgangssprachen – Standart- oder Literatursprache – Berufssprache (Fachsprache)
Existenzweise deutsches WS
Die Mundarten(Dialekt, regionale Sprachvariante, Regionalsprache) ist regional begrenzt, dient als Altachssprache vor allem in ländlichen Gebieten. Ihr WS ist Gegenstand der Wortgeographie und ist in Mundartwörterbücher und Wortatlanten fixiert. Umgangssprache, Alltagssprache, Jargon, Slang, Allgemeinsprache, Gemeinsprache werden als Standsprachen durch die Mundarten beeinflusst und Das Deutsche wird als Muttersprache derzeit von rund 100 Millionen-Menschen gesprochen. Ein geschlossenes deutsch- sprachiges Gebiet bildet Deutschland, Liechtenstein, Österreich, ein Tei1 der Schweiz. In diesen Ländern ist das Deutsche Amtssprache. Außerdem spricht man Deutsch als Muttersprache (neben anderen Sprachen) auch in Luxemburg.
Das Deutsche wird auch als Fremdsprache in vielen Ländern Europas und der übrigen Welt gesprochen. Die nationalen oder national- staatlichenVarianten der deutschen Hochsprache in den einzelnen deutschsprachigen Ländern weichen voneinander in der Lautgestalt, im Formenbestand, aber besonders in der Lexik im (Wortbestand) ab. Für die Erklärung dieser Unterschiede muss man die Geschichte des Sprachträgers im Zusammenhang mit der Entwicklung der Sprache sind als regionale Variante der Standartsprache meist als Alltagssprache stilistisch markiert (1.). Aus den Mundarten geht das Wortgut in die literarische Sprache über und existiert dort in Form landschaftlicher Dubletten, die wir als Heteronyme bezeichnen. B. Semmel-Brötchen, Paradaise- Tomate verfolgen.
Die territoriale Ausbreitung des Deutschen in der Gegenwart
Der flexibelste Teilbereich der Sprache ist die Lexik. Zu den beweglichsten Teilen des Lexikons gehört die ökonomische und die ideologisch-politische Lexik, weil Ökonomie, Ideologie und Politik als Teilbereiche der objektiven Realität von grund¬sätzlicher Bedeutung sind. Im Vergleich zu anderen Teilbereichen verändern und entwickeln sie sich schneller, und damit werden immer neue Benennungen notwendig.
Neben diesen Ursachen spielen auch im Laufe von Jahrhunder¬ten bewahrte oder entstandene Unterschiede eine bedeutende Rolle. Diese Unterschiede gehen auf die Dialekte zurück, die in den be¬treffenden Gebieten gesprochen wurden oder noch gesprochen wer¬den. Wenn man die Sprachentwicklung in den vier Staaten (BRD, DDR, Österreich Schweiz) verfolgt, in denen heute jeweils eine nationale Variante der deutschen Sprache gesprochen wird, findet man neben vielen Gemeinsamkeiten zeitweilige Auseinanderentwick¬lungen und Annäherungen vor allem im Bereich der Lexik. Die große Differenziertheit im Wortschatz der deutschen Sprache der DDR und anderer kapitalistischer Staaten hängt mit der unterschiedlichen gesellschaftlichen Ordnung und der politi¬schen Struktur zusammen, die die sprachlichen Differenzierungen bedingen. Die Differenzierungen betreffen die politische Termi¬nologie im engeren Sinne (die Terminologien der Gesellschafts¬wissenschaften, der Gesellschaftstheorie), die Terminologien bestimmter Institutionen des Überbaus (des Staates, Rechts, Schulwesens usw.) und die Bezeichnungen für gesellschaftliche Einrichtungen, gesellschaftliches Eigentum, Institutionen und Betriebe.