B) Einteilung nach syntaktischen Kriterien
I. Nach dem Verhältnis im Prädikat:
Verben
Vollverben Nicht- Vollverben Vollverben – bilden allein das Prädikat des Satzes
Nicht – Vollverben:
- 1. Hilfsverben – haben, sein, werden, die zusammen mit dem Infinitiv und Partizip II vorkommen. Er wird morgen kommen.
- 2. Modalverben – dürfen, können, mögen, müssen, sollen, wollen, die zusammen mit dem Infinitiv ohne zu vorkommen und eine Modalität ausdrücken.
- 3. Modifizierende Verben – die nur zusammen mit einem Infinitiv mit zu vorkommen und in der Bedeutung den Modalverben sehr ähnlich sind: Sie braucht nicht zu kommen. Er weiss sich zu helfen.
- 4. Funktionsverben – die nur im Zusammenhang mit einem nominalen Bestandteil als lexikalischem Prädikatsteil vorkommen, der die hauptsächliche Bedeutung trägt und mit dem sie zusammen das Prädikat bilden: zur Aufführung bringen/kommen
- 5. bekommen-Verben : die in einer bestimmten Verwendung nur zusammen mit dem Partizip II vorkommen und zum Ausdruck des Passivs dienen: Er bekommt das Buch geschenkt.
- 6. Kopulaverben – sein, werden, bleiben, die zusammen mit einem Adjektiv oder Substantiv /als Prädikativ/ das Prädikat bilden: Er ist/wird krank. Er ist/bleibt dort.
II. Nach dem Verhältnis zum Subjekt:
- 1. persönliche – können mit einem Subjekt aller drei Personen verbunden werden:
- 2. unpersönliche – werden mit dem unpersönlichen es als Subjekt verbunden: Es regnet.
- 3. Einige Verben können nur mit einem Subjekt der 3. Person verbunden werden: Die
- 4. Verben, die notwendig mit einem logischen Subjekt im Plural erscheinen:
III. Nach dem Verhältnis zum Objekt:
- 1. Transitive Verben – Verben, bei denen ein Akkusativobjekt stehen kann / bei der Passivtransformation wird zum Subjektnominativ /: Ich male das Bild - Das Bild wird gemalt.
- Verben, die einen Akkusativ als Objekt bei sich haben, der bei der Passivtransformation nicht zum Subjektnominativ werden kann, sind nicht transitiv : Der Koffer enthält zwei Anzüge – Zwei Anzüge werden von dem Koffer enthalten.
Transitive Verben und Mittelverben bilden ihre Vergangenheitsformen in der Regel mit haben: Er hat das Buch übersetzt. Er hat den Fisch gegessen.
- 2. Intransitive Verben – Verben, bei denen kein Akkusativobjekt stehen kann:
Intransitive Verben bilden ihre Vergangenheitsformen mit haben oder mit sein: Die Blume hat geblüht. Die Blume ist erblüht.
- Verben, die ausser dem Subjekt keine weitere Ergänzungen im Satz brauchen,
- Verben, die ausser dem Subjekt mindestens eine weitere Ergänzung im Satz brauchen, damit der Satz grammatisch vollständig wird, nennen wir relative Verben:
Es gibt transitive Verben, die intransitiv verwendet werden: Der Bäcker bäckt heute Kuchen – Der Bäcker bäckt heute. / Akkusativobjekte, die aus Kontext erschlossen werden können /
und intransitive Verben, die transitiv verwendet werden:
/ mit Hilfe von Präfixen / : Er wartet auf den Freund – Er erwartet den Freund. antworten - beantworten bitten um – erbitten
>In zahlreichen Fällen kann das gleiche Verb transitiv und intransitiv verwendet werden: Die Mutter brach das Brot – Das Eis brach. Sie kocht die Suppe – Die Suppe kocht.