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Frageadverbien:
Zu den Adverbien gehören auch Frageadverbien (Interrogativadverbien), die die gleiche Position am Anfang des Satzes einnehmen wie andere Adverbien:
Frageadverbien: wo, wann, wie, warum, wie viel, weshalb Dort arbeitet er. Wo arbeitet er?
Gestern war er im Kino. Wann war er im Kino?
Merkmale der Adverbien:
1. Sie stehen obligatorisch am Satzanfang.
2. Sie signalisieren den Fragesatz.
Wir können die Adverbien in 4 Gruppen teilen, entsprechend dem, wie sie gebraucht werden: A. adverbial, prädikativ und attributiv gebrauchte Adverbien wie: dort, hier, da, … z.B.: Der Student arbeitet dort. Der Student ist dort. Der Student dort arbeitet bei uns.
B. adverbial und attributiv gebrauchte Adverbien wie: dorthin
C. adverbial und prädikativ gebrauchte Adverbien wie: anders, ebenso, so
D. nur adverbial gebrauchte Adverbien wie: ebenfalls, einst, einmal… bald, gern, oft…
Einteilung nach Herkunft:
-einfache (ursprüngliche, reine) Adverbien: sie zerlegen sich nicht in weitere Morpheme- so, gern
-abgeleitete Adverbien: sie haben den Wortstamm und einen Suffix- einerlei, bekanntermaßen, aufwärts, beispielsweise…
-zusammengesetzte Adverbien: z.B. Substantiv + Präposition: tagsüber Substantiv + Pronomen: jederzeit Adverb + Präposition: hervor Pronomen + Präposition: deswegen
Einteilung nach der Bedeutung (semantische Subklassen):
1. Temporaladverbien (wann?, wie lange?, wie oft?…)
A. Zur Bezeichnung eines Zeitpunktes (bzw. eines Zeitabschnittes): anfangs, bald, dann, jetzt, zuletzt, gestern… B. Zur Bezeichnung der Zeitdauer: allezeit, immer, lange, nie, noch… C. Zur Bezeichnung der Wiederholung: jederzeit, mehrmals, manchmal… D. Zur Bezeichnung einer Zeit, die sich auf einem anderen Zeitpunkt bezieht: indessen, inzwischen
2. Kausaladverbien (warum?, weshalb?…)
A. Zur Bezeichnung des Grundes: also, daher, darum, deshalb, deswegen, infolgedessen… B. Zur Bezeichnung der Bedingung: dann, sonst, andernfalls… C. Zur Bezeichnung des nicht zureichenden Grundes: dennoch, dessen ungeachtet… D. Zur Bezeichnung der Folge: so E. Zur Bezeichnung des Zwecks: dazu. Darum, deshalb, deswegen…
3. Modaladverbien (wie?, wie sehr?…)
A. Zur Bezeichnung der Art und Weise (der Qualität): anders, gern, so, wie… fleißig, gut, langsam… blindlings… eilends, unversehen… derart, ebenfalls… B. Zur Bezeichnung des Grades und Maßes: einigermaßen, größtenteils… C. Zur Bezeichnung des Instruments und Mittels: dadurch, damit, hiermit… D. Zur Bezeichnung der Erweiterung: auch, anders, außerdem, ebenfalls… E. Zur Bezeichnung eines restriktiven, spezifizierenden und adversativen Verhältnisses: allerdings, dagegen, doch, eher…
4. Lokaladverbien (wo?, wohin?, woher?…)
A. Zur Bezeichnung des Ortes oder Ruhelage: hier, da, dort , draußen, drüben… B. Zur Bezeichnung der Richtung: hierher, daher… hierhin, dahin, dorthin…
Eine weitere (semantische) Subklassifizierung der Adverbien:
I. Adverbien im engeren Sinne, d.h. Adverbien, die in ihrer Bedeutung relativ autonom sind, deren Bedeutung sich nicht aus einem vorerwähnten Kontext oder aus dem gegebenen Situation ergibt: gern, bald, oft, überall, nirgends, immer, selten u. a II. Pro-Adverbien, d.h. Adverbien, die in ihrer Bedeutung nicht autonom sind, deren Bedeutung sich vielmehr erst aus einem vorerwähnten Kontext oder aus der gegebenen Situation ergibt: dort, dann, vorher, trotzdem, deshalb, damit…