Historische Gliederung des Deutschen
Vor etwa 5000 – 4000 Jahren kam es zu der Auflösung – Wanderung und aus den Dialekten entwickelten sich vor ungefähr 3500 Jahren die Germanen.
- 1. germanische Lautverschiebung - es handelt sich um Veränderungen von den Konsonanten:
- bh > b > p > f,
- dh > d > t > d,
- gh > g > k > h (ch)
- z. B.: aus lateinischen Wörter: Tres > drei (t > d), Coor > Herz, gilt noch Heute (machen)
- diese Lautverschiebung dauerte etwa 1000 Jahren
- 2. germanische Lautverschiebung - es war der freie Wortakzent auf die erste Silbe des Wortes festgelegt worden.
- die Germanen sind nach Osten, Süden und nach Westen gegangen
- diese Lautverschiebung heißt auch hochdeutsche (westgermanische) Lautverschiebung und gliedert sich in 4 (Beziehungsweise 5) Gruppen:
- sprachliche Merkmale:
1.) p > pf (ff): Appel > Apfel, Ship > Schiff t > (t)z, zz (ss) k > k (ch), hh
2.) Veränderung des Vokals:
a > ä (e): Gast > Gesti > Gäste
3.) Menophthongierung:
ai > e au > o
4.) Diphthongierung:
e > ie o > uo 5.) Entstehung des Artikels und Entwicklung der Wortbildung 6.) Entlehnung aus der Lateinischen Mittelhochdeutsch (11. – 13.) - ritterliche Kultur, künstliche Dichtersprache wurde entwickelt
- sprachliche Formen:
1.) Abschwächung der unbetonten Silbe:
Taga > Tage 2.) i > e: Wurfil > Wurfel 3.) sk (sc) > sch: sconi > schön 4.) s > sch: Slange > Schlange
5.) Auslautverhärtung (stimmhafte zu stimmlose):
b, d, g > p, t, k: wip > wib 6.) Entlehnung aus dem Französischen, Slawischen oder Arabischen Frühneuhochdeutsch (14. – 17.) - Bürgertum
- sprachliche Merkmale:
1.) Diphthongierung:
Hus > Haus
2.) Morphem Veränderung:
Brueder > Brüder
3.) Vokaldehnung in offener Silbe:
sagen > ságen
4.) Vokalkürzung:
brahte > brachte
5.) Wegfall der unbetonten Silbe „e“:
gelück > glück Neuhochdeutsch (17. – jetzt) - heutige Sprache hat sich von Türingen entwickelt
- Reformation - Luther, Buchdruck - Guttenberg
- Entwicklungstendenzen in heutiger Sprache:
1.) Orthographie: a.) Vereinfachung der Wörter (Fremdwörter) b.) Zusammenschreibung einiger Präpositionen c.) Pronomina werden klein geschrieben 2.) Aussage: a.) Reduzierungen am Ende der Wörter b.) Aussprache von „k“ am Ende der Adjektive 3.) Morphologie: a.) Der Schwung der Flexion (des Iraks > des Irak) b.) „s“ fehlt weg (Essenszeit > Essenzeit) c.) Viele Verben sind schwach konjugiert d.) Anstatt der Konjunktive wird „würde“ benutzt e.) Futurformen > Präsensformen werden öfter benutzt 4.) Wortbildung: a.) Viele Verben enden auf „ieren“ (suffixieren), „heit“ b.) Präfixe (Superriessenslalom) 5.) Syntax: a.) Genitive Form wird mit dem Akkusativ benutzt (sich seiner erinnern) b.) Parataxe (priraďovacie súvetie) zunimmt c.) Viele Verben werden nominalisiert d.) Veränderung der Wortfolge 6.) Lexik: a.) Die alten Wörter werden nicht benutzt b.) Es entstehen neue Komposita (Katastrophenmonat – skúškové obdobie) c.) Viele Analogien (Verspätung > Verfrühung, Verlobung > Entlobung) d.) Es existieren 90 000 Abkürzungen e.) Es existieren viele Anglizismen f.) Intellektualisierung der Sprache (Basis, Faktor, Element, …)