Die weltpolitische Situation zu Zweigs Lebzeiten
Der erste Weltkrieg verursachte, dass die politische Lage in Deutschland unsicher war. Die junge Republik litt unter den Zerstörungen durch die Kämpfe. An die Macht kamen die Nationalsozialisten, sie wurden sehr populär. (30.Januar 1933) Die Machtübernahme Hitlers traf die deutschen Schriftsteller fast völlig unvorbereitet. Nur wenige Autoren wie Brecht, Feuchtwagner, H. Mann erkannten die Gefahr.
Die Schriftsteller hatten drei Möglichkeiten:
- 1. In Deutschland bleiben und aus sprachlichem Hinterhalt und künstlerischer Maskierung den Faschismus angreifen.
- 2. Sie konnten anonym für die illegale Literatur im Lande und für die antifaschistische Presse im Ausland arbeiten.
- 3. Sie konnten schließlich über die Grenze gehen und von Ausland her zu den Deutschen sprechen.
- Völkisch – nationale Literatur: Von wenigen Ausnahmen abgesehen ist das die Literatur, die im dritten Reich als vorbildliche nationalsozialistische Dichtung galt. Sie ist schon in der Weimarer Republik geschrieben worden, zum Teil sogar schon in der Zeit vor 1918.
- Die Literatur der inneren Emigration: Thomas Mann sagte zu der Literatur der inneren Emigration: „In meinen Augen sind Bücher, die von 1933 bis 1945 in Deutschland überhaupt gedruckt werden konnten, weniger als wertlos und nicht gut in die Hand zu nehmen. Sie sollten alle eingestampft werden.
- Antifaschistische Literatur, also die illegale Literatur. Der Hauptvertreter und Organisator dieser Literatur war Jan Petersen. Seit 1931 Mitglied der KPD, seit 1931 Mitglied des Bundes proletarisch – revolutionärer Schriftsteller (BPRS). Seit 1933 Organisator der illegalen Arbeit der Berliner Ostgruppe des BPRS.
- In Deutschland gab es natürlich auch eine offiziele Literatur, die sollte dem Ausland annoncieren, dass in Deutschland alles in Ordnung ist und dass die Kultur blüht.