Frage Nr. 10. Warum und was wird geprüft / getestet? Welche Aufgaben eignen sich für die Tests? Welche sind ihre Vor- und Nachteile? Wie bewerten Sie die Tests? Wie würden Sie einen Cloze- Test machen?

Test – jedes Prüfungsverfahren zur Feststellung der Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten des Lerners

Typologie

1. Testaufgaben zum Leseverstehen

2. Testaufgaben zum Hörverstehen

3. Testaufgaben zum Schreiben

4. Testaufgaben zum Sprechen

5. Testaufgaben zu Grammatik und Wortschatz

1. Testaufgaben zum Leseverstehen

A, offene Aufgaben – Fragen zum Test sind leicht zu erstellen, Korrektur ist schwieriger, Antworten sind unterschiedlich, Bewertung ist schwer, die Schüler machen Fehler (e Fehler soll zwar korrigieren, aber nicht mitbewerten), manche schreiben die Antworten ab – (man sollte am Anfang klar stellen, dass sie nur frei formulieren dürfen)

B, halboffene Aufgaben – Schüler muss die Antwort selbst formulieren, aber nur innerhalb eines vorgegebenen sprachlichen Kontexts (der Kontext begrenzt die Möglichkeit der Formulierung der Antwort)

  • Ergänzungsaufgaben
  • Lückentexte
  • Cloze-Test - jedes fünfte bis achte Wort wird weggelassen
  • C-Test – aus 70 Wörter, zusammenhängender Test, im jeden zweiten Wort wird die
zweite Hälfte ausgelassen, wird als Einstufungstest benutzt, ökonomisch

Wie würden Sie einen Cloze- Test machen?

Cloze-Test Jedes fünfte bis achte Wort wird weggelassen.

Beispiel:

Dieses Gefühl der Sicherheit und ... Zufriedenheit mit sich und der ...., wie es die Amerikaner in ... 30er-Jahren genossen haben und ... es am besten eingefangen ist .. den Illustrationen von Norman Rockwell, ....... seinen ersten Knacks durch Pearl ......, den Todesstoss aber am 11. ......... wie die zwei Türme des ..... Trade Center auch.

C, geschlossene Aufgaben – es gibt nur eine richtige Lösung, die der Schüler nur erkennen muss

  • Multiple-Choice Aufgaben – Ziel – detailliertes Lesen,
mehrfachwahl Aufgaben – man hat mehr Möglichkeiten, aber nur eine ist richtig, sie kosten viel Zeit, sind schwer zu erstellen, aber leicht zu korrigieren, Aufwand – bei großer Anzahl der Schüler oder man kann e Aufgabe mehrmals benutzen, Aufgabe ist gut, wenn e Schüler Angst haben, eine Antwort zu formulieren, Grad der Wahrscheinlichkeit (25% für Erraten)

  • Alternativantwortaufgaben – ja - nein, richtig – falsch,
leicht zu erstellen und korrigieren, Ratewahrscheinlichkeit - 50%, man soll e Aufgabe in Richtung detailliertes Verstehens benutzen, um Ratewahrscheinlichkeit zu reduzieren

  • Zuordnungsaufgaben – verbale – e Schüler müssen etwas einschreiben - verbalisieren
nonverbale - e Schüler müssen nur etwas ankreuzen, selektives Verstehen, mehr Aussagen formulieren (Distraktoren), damit sich die letzte Antwort nicht selbst ergibt

Bei Formulierung der Aufgaben ist wichtig zu beachten!

Distraktoren – falsche Möglichkeiten Zeilenangaben sind miteinander verknüpft und die Möglichkeiten sind mit einem Doppelpunkt angeordnet – Zeile 1-2: a, b, c,

Anordnung – man darf kein System benutzen, welche der Antworten richtig ist sprachlich – Negation zu vermeiden, e Antworten mit Negation werden missverstanden der Text muss angemessen sein – nicht schwer nicht wort-wörtlich übernehmen, sondern umformulieren Lösungsbeispiel Punkte

Am Anfang werden mittelschwere Aufgaben gestellt, dann schwierige (man kann am besten nachdenken) und am Ende leichte (Schüler sind müde).