Das westdeutsche Drama Nachkriegsjahre: 3 Werke spielen große Rolle, 3 Autoren. Sie wurden im Theater schon gleich nach dem
Krieg aufgeführt:
Carl Zuckmayer (1896 - 1977)
- Repräsentant der Exilgeneration
- 1945 kehrte er nach dem Krieg in die Schweiz zurück
- 1946 wurde in Zürich sein Drama „Des Teufels General“ erfolgreich aufgeführt. Thema des Mitläufers im 3.
- 1946 hatte in Berlin sein Drama „Die Illegalen. Drama aus der deutschen Widerstandsbewegung“ eine Premiere
- war am Untergrundkampf und illegalen Widerstand beteiligt
- er propagierte den Widerstand gegen die Tyrannei, auch wenn der Widerstand aussichtslos erscheint
- Zitat: „Die Welt liebt Opfer. Aber sie vergisst sie. Die Zukunft ist vergesslich.“
50-er Jahre:
- ein neues Genre entwickelt sich gewaltig: Das Hörspiel - Rundfunk eröffnete bisher unbekannte Gestaltungsmöglichkeit
- das Publikum sieht Mimik und Gestik nicht
- Zuschauer ist viel aktiver
- der Zuhörer kann alleine sein
- nonverbale hat keinen Platz, deswegen der Lyrik
- wenn alle klatschen, klatsche auch ich
- ich reagiere nicht so, als ich alleine reagieren
- rein akustische Vermittlung erlaubt den Verzicht auf eine realistische äußere Handlung
- was im Hörspiel möglich ist, muss im Theater nicht möglich sein
- Realitäts- und Zeitebene können wechseln
- die psych. Verfassung der Figuren kann ausschließlich in den Mittelpunkt treten, ihre Erinnerungen und Erwartungen,
- entsprechend wird auch beim Hörer die Phantasietätigkeit angeregt, er baut eine innere Bühne auf
- das Hörspiel spricht das subjektive Bewusstsein des Hörers an. Die äußere Welt kann zurücktreten und damit
Mit dem Hörspiel haben sich noch diese Autoren beschäftigt:
Alfred Andersch: „Fahrerflucht“ (1957) Ingeborg Bachmann: „Der gute Gott von Manhattan“ (1958) Heinrich Böll: „Klopfzeichen“ (1960) Friedrich Dürrenmatt: „Die Panne“ (1956) Max Frisch: „Biedermann und die Brandstifter“ (1953)